Namensgebung

Johann Conrad Schlaun (1695 – 1773) war einer der bedeutendsten Baumeister des Spätbarock. Ende 1974 erhielt unsere Schule durch Beschluss des damaligen Kreistages seinen Namen. Das hat zwei Gründe: Zum einen schien der Name Schlauns geeignet als Name für eine Schule, deren Schwerpunkt auf den Gebieten Technik und Wirtschaft liegt, da Schlaun aufgrund seiner beruflichen Funktionen sowohl im technischen als auch im wirtschaftlichen Sektor tätig war. Zum anderen spielte auch der Geburtsort von Schlaun eine wichtige Rolle. Geboren wurde Schlaun am 5. Juni 1695 in dem Dorf Nörde, das seit 1975 zur Stadt Warburg gehört. Schlaun besuchte zunächst das Gymnasium Theodorianum in Paderborn, danach begann er eine militärische Laufbahn im Dienst des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August von Bayern, der auch die Bistümer Paderborn und Münster führte. Schlaun war nicht nur als Artillerieoffizier tätig, sondern auch als Architekt, dies war damals durchaus üblich; denn Militärs waren auch Experten für den Festungsbau.

Zu den bedeutendsten Werken von Schlaun zählen unter anderem das Jagdschloss Clemenswerth im Emsland, das Schloss in Münster und der dortige Erbdrostenhof. Als Baumeister war Schlaun auch am Schloss Augustusburg in Brühl beteiligt, das seit 1984 zum Weltkulturerbe zählt. Gestorben ist Schlaun am 21. Oktober 1773 in Münster.