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Abitur, und was kommt danach?

Für die Schülerinnen und Schüler am technischen Gymnasium des Johann-Conrad-Schlaun Berufskollegs eine Frage, der sie sich nicht früh genug stellen können. Gilt es doch, sich möglichst frühzeitig um Ausbildungs- oder Studienplätze zu bemühen und Leerlaufzeiten nach dem Abitur zu verkürzen. Allerdings ist die Entscheidung für einen bestimmten Beruf oder einer Studienrichtung nicht einfach. Um diese Entscheidung zu erleichtern, besuchten die Schüler der Unter- und Mittelstufe mit ihren Klassenlehren die weltgrößte Industriemesse in Hannover.

Dabei zeigte sich, dass die Vernetzung von Maschinen, die sogenannte Industrie 4.0 in den Unternehmen Realität geworden ist. Mit Hilfe von Sensoren, der Analyse großer Datenmengen und neuen Technologien wie etwa dem 3D-Druck ist der digitale Wandel in der Industrie inzwischen weit fortgeschritten. Ziel ist es vor allem, Fertigungsprozesse zu optimieren, Kosten zu senken und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Laut Aussage des Bundesverbandes Bitkom haben die Unternehmen allerdings zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden. Besonders größere Unternehmen sind hiervon betroffen. Als Ausweg werden bereits Fachkräfte abgeworben oder die eigenen Mitarbeiter für Industrie 4.0 weitergebildet.

Die Grundlagen von Industrie 4.0 werden seit Jahren schon im Unterricht am JCS-BK behandelt und insbesondere in den Projektarbeiten "erlebt". Daraus ergeben sich für die Absolventen ideale Voraussetzungen für den Einstieg in die technischen Berufe. Aber mit der allgemeinen Hochschulreife, die nicht fachgebunden ist, stehen natürlich auch alle Türen für die nichttechnischen Berufe offen. "Entscheidend für den Erfolg ist es, die jungen Menschen für den digitalen Wandel zu gewinnen und ihr Interesse an neuen Technologien zu wecken", sagt Michael Schmidt, der zuständige Abteilungsleiter am JCS-BK.

Die Schülerinnen und Schülern bewerteten den Besuch durchweg positiv. Neben den informativen Gesprächen beeindruckten vor allem die Vielfalt der ausgestellten Produkte und Maschinen. Aber auch die Möglichkeiten, Dinge selbst auszuprobieren bzw. in Aktion zu erleben, wurden positiv bewertet. 

Letztlich wurde festgestellt, dass die Schülerinnen und Schüler am JCS-BK fit für die Zukunft gemacht werden und somit beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere haben.

Das Technische Gymnasium können Schülerinnen und Schüler mit Qualifikationsvermerk oder die, die ein Gymnasium besuchen und nach der 9. Klasse sich neu orientieren möchten, direkt in die Einführungsphase des Technik-Gymnasiums eintreten. Das Bildungsangebot umfasst neben der Elektrotechnik und Informatik auch Elemente des Maschinenbaus, Holztechnik und 3D-Drucks und zwar alles mit dem Ziel Theorie und Praxis zu vereinen und Produkte wie z.B. Smart-Home zu erstellen.
Wer sich über das technische Bildungsangebot informieren möchte, kann erste Informationen unter www.jcsbk.de erhalten, gerne werden auch persönliche Beratungen nach Absprache angeboten. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)